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Krankenhausrecht aktuell: 12/017 Fachkräftemangel im Krankenhaus




Hamburgs Gesundheitssenatorin: Fachkräftemangel ist "Mega-Thema"

Sorge um den Mangel an Fachkräften in der Gesundheitsbranche

08.06.2012 (dpa/lno) - Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sieht einen drohenden Fachkräftemangel als eines der größten Probleme im Gesundheitswesen. "Ich halte das Thema Fachkräfte für das Mega-Thema", sagte Prüfer-Storcks beim Hamburger Krankenhaustag.

Eine Umfrage habe gezeigt, dass die Gesundheitsbranche sich mit am meisten Sorgen über den Mangel an Fachkräften machen müsse. "Diese Furcht ist realistisch", erklärte die Senatorin. "Mit der demografischen Entwicklung wächst der Bedarf an Fachkräften und schrumpft ihr Angebot."

Ohne genug hoch qualifizierte Mitarbeiter könne der Gesundheitsmarkt aber nicht weiter wachsen. Dabei habe sich das Gesundheitswesen längst vom Kostenfaktor zum Jobmotor entwickelt, betonte Prüfer-Storcks. "Der Senat bekennt sich uneingeschränkt zur Rolle der Gesundheitswirtschaft." Rund 130.000 Menschen arbeiten nach ihren Angaben in der Gesundheitswirtschaft der Hansestadt.

Fachkräfte müssten vernünftig bezahlt werden, forderte die Senatorin - und mit ihnen müsse sorgsam umgegangen werden. "Wir müssen diese Ressource Mensch auch schonen." Sie sprach sich zudem für eine generalistische Ausbildung in der Pflege aus. Das heißt: Pflegefachkräfte sollen künftig für die Bedürfnisse von Patienten aller Altersstufen ausgebildet sein - von der Kinderkrankenpflege bis zur Altenpflege.

Dass viele Patienten aus anderen Bundesländern in der Hansestadt versorgt werden, mache zwar stolz, sagte Walter Plassmann, der stellvertretende Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. Es sorge aber auch für massive Finanzierungsprobleme. Für Patienten, die nicht in Hamburg leben, aber dort behandelt werden, gebe es viel zu wenig Einnahmen, erklärte auch Prüfer-Storcks - das sei ein "absolutes Ärgernis".

Zum Beispiel würden 13 Prozent der Krankenhauspatienten aus Schleswig-Holstein in Hamburg versorgt, sagte die Senatorin. Allerdings beteilige sich Schleswig-Holstein nicht anteilig an den Krankenhauskosten in Hamburg.

Die Versorgung sei nicht unbedingt dort zu finden, wo die Versicherten sind, sagte die Leiterin der Hamburger Vertretung der Techniker Krankenkasse, Maren Puttfarcken. Es sei wichtig, dass sich nicht alles in Hamburg balle. Die Diskussion habe sich in der vergangenen Zeit stark auf den ländlichen Raum konzentriert, erklärte der CDU-Fraktionschef und frühere Sozialsenator Dietrich Wersich - etwa den Mangel an Landärzten. Ein niedergelassener Arzt verdiene aber in Hamburg weniger, als wenn er aufs Land gehe, sagte Plassmann.

Der Trend zur Spezialisierung muss nach Prüfer-Storcks' Ansicht weitergehen. Wenn es aber nicht mehr alle Angebote überall geben solle, müsse auch an den Service gedacht werden - etwa daran, ältere Menschen zu den spezialisierten Praxen zu bringen. Überhaupt müsse das Gesundheitswesen an die Bedürfnisse einer älteren Gesellschaft angepasst werden.

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Letzte Überarbeitung: 10. August 2012

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Krankenhausrecht aktuell:


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Niedergelassene Ärzte wegen Schmiergeldzahlungen nicht strafbar

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Krankenkassen:

Gesetzliche Krankenversicherungen verfügen über 10 Mrd. Euro Rücklagen

Meldung vom 11.06.2012 (dpa)

Finanzierung:

Fachkräftemangel im Krankenhaus

Meldung vom 08.06.2012 (dpa/Ino)

Kartellrecht:

Krankenkassen sollen der Fusionskontrolle unterliegen

Meldung vom 14.05.2012 (dpa)

Individuelle Gesundheitsleistungen:

Gesetzlich Krankenversicherte vor Privatleistungen schützen

Meldung vom 10.05.2012 (dpa)

Krankenkassen:

Beitragsschulden in Millionenhöhe vollstrecken

Meldung vom 23.04.2012 (dpa)

Datenschutz:

Keine neue elektronische Gesundheitskarte

Meldung vom 19.04.2012 (ots)

Organspende:

Für Herztransplantationen fehlen Organspender

Meldung vom 17.04.2012 (dpa)

Körperverletzung:

Therapeutischer Einsatz verbotener Drogen

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 11.01.2011, 5 StR 491/10

Steuern:

Keine Steuerbefreiung für Rufbereitschaftsvergütung

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Kontrollpflichten:

Eine Rehaklinik ist kein Hotel

Landgericht Osnabrück, Urteil vom 26.01.2011, 2 O 2278/08

Oberarzt:

Anspruch auf Beschäftigung

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Kündigung:

Kein Nachschieben von Kündigungsgründen im Prozess

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Tarifvertrag:

"Oberarzt" ist nicht gleich Oberarzt

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25.08.2010, 4 AZR 23/09

Tarifvertrag:

Bezugnahmeklausel auf BAT führt nicht zur Anwendung des TV-Ärzte

Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 13.04.2010, 3 Sa 906/09

Privatisierung von Krankenhäusern:

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Liquidationsbeteiligung:

Kein Anspruch auf Liquidationsbeteiligung

Sächsisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 27.08.2010, 2 Sa 635/09

Behandlungsfehler:

BGH: Körperverletzung mangels Aufklärung über Wundbehandlung mit Zitronensaft

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