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Krankenhausrecht aktuell: 16/005 Hebammen gesucht - Mitarbeitermangel im Kreißsaal




Die medizinische Versorgung von Schwangeren ist in immer mehr Regionen durch den Hebammen-Mangel gefährdet

Geburtshelferinnen ziehen sich aufgrund der steigenden Versicherungsprämien immer häufiger zurück

10.09.2016. (dpa) - An Bayerns Krankenhäuser gibt es zunehmend Mangel an Hebammen und eine steigenden Zahl an Geburten.

Das Personal der Frauenklinik im schwäbischen Memmingen sei am Limit, so das Klinikum.

"Wir rechnen heuer mit knapp 2000 Geburten, im Vergleich zu 1600 im Jahr zuvor", sagte Chefarzt Felix Flock.

Er sei "dringend auf der Suche nach weiteren Hebammen".

Solche Probleme gibt es nach Angaben der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) bundesweit, weil es fast überall einen Mangel an Hebammen gebe. "Es gibt viele Kliniken, die würden liebend gerne Hebammen anstellen", sagte BKG-Sprecher Eduard Fuchshuber.

Schon länger bedrohen die Probleme die regionale Versorgung mit Geburtsstationen. Die Beleghebammen waren teilweise nicht mehr zur Mitarbeit bereit. Im schwäbischen Illertissen wurde die Station nach einem monatelangen Streit um den künftigen Betrieb der Geburtshilfe sogar dauerhaft geschlossen.

Durch den Wechsel der Schwangeren aus der Region Illertissen nach Memmingen gibt es dort nun zusätzlichen Bedarf. Außerdem gibt es immer mehr Geburten: Rund 118.300 Kinder erblickten 2015 im Freistaat das Licht der Welt. So viele wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Grund für den Hebammenmangels ist auch ein langwieriger Streit um die Haftpflichtversicherung für freiberuflich tätige Hebammen. Seit 2002 haben sich die Prämien nach Angaben des Deutschen Hebammenverbands mehr als verzehnfacht. Werdende Mütter finden daher immer schwerer eine Hebamme. Seit 2015 sind nach Angaben des Verbandes bundesweit drei Dutzend Kreißsäle geschlossen worden oder von der Schließung bedroht, mehrere davon im Freistaat.

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Letzte Überarbeitung: 7. Februar 2017

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Krankenhausrecht aktuell:


Arbeitsmarkt:

Pflegeberufe sind kein Pflegefall

Meldung vom 07.03.2016
(dpa)

Krankenkassen:

Gesetzliche Krankenversicherungen verfügen über 10 Mrd. Euro Rücklagen

Meldung vom 11.06.2012 (dpa)

Finanzierung:

Fachkräftemangel im Krankenhaus

Meldung vom 08.06.2012 (dpa/Ino)

Kartellrecht:

Krankenkassen sollen der Fusionskontrolle unterliegen

Meldung vom 14.05.2012 (dpa)

Individuelle Gesundheitsleistungen:

Gesetzlich Krankenversicherte vor Privatleistungen schützen

Meldung vom 10.05.2012 (dpa)

Krankenkassen:

Beitragsschulden in Millionenhöhe vollstrecken

Meldung vom 23.04.2012 (dpa)

Datenschutz:

Keine neue elektronische Gesundheitskarte

Meldung vom 19.04.2012 (ots)

Organspende:

Für Herztransplantationen fehlen Organspender

Meldung vom 17.04.2012 (dpa)

Körperverletzung:

Therapeutischer Einsatz verbotener Drogen

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 11.01.2011, 5 StR 491/10

Steuern:

Keine Steuerbefreiung für Rufbereitschaftsvergütung

Finanzgericht Berlin, Urteil vom 24.03.2010, 3 K 6251/06 B

Kontrollpflichten:

Eine Rehaklinik ist kein Hotel

Landgericht Osnabrück, Urteil vom 26.01.2011, 2 O 2278/08

Oberarzt:

Anspruch auf Beschäftigung

Arbeitsgericht Essen, Urteil vom 30.09.2010, 1 Ca 806/10

Kündigung:

Kein Nachschieben von Kündigungsgründen im Prozess

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 03.11.2010 ,15 Sa 1738/10

Tarifvertrag:

"Oberarzt" ist nicht gleich Oberarzt

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25.08.2010, 4 AZR 23/09

Tarifvertrag:

Bezugnahmeklausel auf BAT führt nicht zur Anwendung des TV-Ärzte

Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 13.04.2010, 3 Sa 906/09

Privatisierung von Krankenhäusern:

Klage des Betriebsrates unzulässig

Landesarbeitsgericht München, Beschluss vom 11.08.2010, 11 TaBV 3/10

Liquidationsbeteiligung:

Kein Anspruch auf Liquidationsbeteiligung

Sächsisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 27.08.2010, 2 Sa 635/09

Behandlungsfehler:

BGH: Körperverletzung mangels Aufklärung über Wundbehandlung mit Zitronensaft

Bundesgerichtshof, Urteil vom 22.12.2010, 3 StR 239/10

Chefarzt:

Chefarzt kein leitender Angestellter

BAG, Beschluss vom 05.05.2010, 7 ABR 97/08

Arzneimittelhaftung:

Herzinfarkt durch Arzneimittel?

BGH, Urteil vom 16.03.2010, VI ZR 64/09

Dekubitus:

Sachgerechte Behandlung eines Druckgeschwürs (Dekubitus)

OLG München, Urteil vom 30.04.2009, 1 U 4265/08

Schmerzensgeld:

Bruch statt Prellung

BGH, Urteil vom 12.02.2008, VI ZR 221/06

Oberarzt:

TV-Ärzte: Eingruppierung als Oberarzt

BAG, Urteil vom 09.12.2009, 4 AZR 841/08

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