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Krankenhausrecht aktuell: 15/004 Hebammenmangel - Werdende Eltern auf der Suche nach Kreißsälen




Fachkräftemangel in immer mehr Kreißsälen. Zu wenig Hebammen veranlassen viele Kreißsäle zur Schließung

Jedes fünfte Krankenhaus hat Probleme, Stellen zu besetzen

12.12.2015. (dpa) - Fast überall in Deutschland machen Geburtsstationen dicht.

Oft sind es finanzielle Gründe, doch immer häufiger fehlt es auch an Fachpersonal.

Weil es nicht genug Hebammen gibt ist in Bühl südlich von Karlsruhe seit Samstag für einen Monat der Kreißsaal geschlossen.

Bühl ist kein Einzelfall. Erst im Sommer musste in Bruchsal rund 70 Kilometer weiter nördlich der Kreißsaal seine Arbeit einschränken: Wegen Mangels an Hebammen war er vorübergehend nur von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Nach Zahlen des Deutschen Krankenhausinstituts hat bundesweit jedes fünfte Krankenhaus Probleme, festangestellte Hebammen zu finden. Viele von ihnen fühlen sich dem steigenden Druck nicht mehr gewachsen und befürchten, bei der Betreuung von bis zu sechs Geburten gleichzeitig folgenreiche Fehler zu machen. Die Krankenkassen winken jedoch ab: Es gebe genug Hebammen, heißt es.

Vor allem freiberufliche Hebammen, die wegen drastisch gestiegener Versicherungskosten vor dem Aus standen, sorgten in letzter Zeit für Schlagzeilen. eine Sprecherin der Krankenhausgesellschaft Baden-Württemberg sagte, sie hätte damit gerechnet, dass sich die Spezialistinnen von Kliniken anstellen lassen, aber nicht, dass sie den Beruf gleich ganz aufgeben. Auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat keine Begründung für den Mangel an Klinikhebammen. "Das kann man nicht schlüssig erklären", meint ein Sprecher.

Die Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg, Jutta Eichenauer kritisiert, dass Festanstellungen in Krankenhäusern einfach keine echte Alternative seien. Überstunden und Dauerstress sorgten bei vielen Klinikhebammen für Burnout und andere Krankheiten, die auf Überlastung zurückzuführen seien. Etliche Kolleginnen würden aufgeben, weil sie die Verantwortung nicht mehr tragen könnten. Personalknappheit und gestiegene Anforderungen machten es ihnen fast unmöglich, Geburten noch sicher zu begleiten.

Im Extremfall sei eine Hebamme für sechs Geburten gleichzeitig zuständig, berichtet eine Sprecherin des Bundeshebammenverbands berichtet. Das bedeute, dass Gebärende und frisch entbundene Mütter in Kreißsälen längere Zeit allein gelassen werden - und das könne zu gefährlichen Situationen für Mutter und Kind führen, warnt Eichenauer.

Dass Hebammen zu viele Geburten gleichzeitig betreuen müssen sei sehr bedenklich, so der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Denkbar sei etwa, dass eine Sauerstoffunterversorgung des Kindes während der Geburt nicht rechtzeitig erkannt werde und das Baby Schaden nehme, sagte ein Sprecher.

Laut den bundesweiten Daten für Entbindungen aus dem Jahr 2013 sei bei so ziemlich allen der rund 671 000 Geburten eine Hebamme zugegen gewesen, sagte ein Sprecher der AOK. Zwar könne es in Einzelfällen Unterbesetzungen geben, zumindest in Baden-Württemberg seien der AOK aber keine Beschwerden bekannt.

Der Deutschen Krankenhausgesellschaft sei nicht bekannt, dass Personalnot die Qualität der Geburtshilfe vermindere, sagte der Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Und wenn ein Kreißsaal aus Personalmangel geschlossen werde, zeige das nur, dass die Krankenhäuser sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgingen.

Nach Angaben der Kliniksprecherin reagierten werdende Eltern in Bühl und Umgebung jedenfalls gelassen auf die Kreißsaal-Schließung. Sie müssen nun auf eines der beiden anderen Krankenhäuser mit Geburtsstationen ausweichen, die es im Umkreis von 24 Kilometern gibt. Werdende Eltern in weniger dicht besiedelten Regionen müssen jedoch oft lange Wege in Kauf nehmen, wenn der Kreißsaal in der Nähe schließt.

Die Pflegedirektorin Elisabeth Born sagt, betroffen sei vor allem der ländliche Raum. Gerade für kleinere Geburtsstandorte auf dem Land sei es schwer, motivierte Hebammen zu finden. Momentan verdienten die Frauen gerade mal etwas mehr als den Mindestlohn. Jürgen Wacker von der Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe klagt, festangestellte Hebammen hätten keine Lobby. Sie müssten dringend besser bezahlt werden.

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