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Krankenhausrecht aktuell: 12/001 Für Herztransplantationen fehlen Organspender




Herz getauscht - Leben gewonnen

17.04.2012 (dpa) - Zwei Sanitäter im Krankenhausflur, mit Kühlbox in der Hand, auf dem Weg zum Hubschrauber: "Herr Möller, wir holen jetzt Ihr neues Herz ab." So beginnt am 8. April 1987 im Universitätsklinikum in Kiel die Rettung eines Menschen mit Hilfe einer Organtransplantation. Es ist in Schleswig-Holstein damals eine der ersten dieser Art, und sie wird zur Erfolgsgeschichte.

"Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich so lange leben werde", erzählt der Patient, der 67 Jahre alte Peter Möller, heute. Damals ging er von ein bis zwei Jahren aus. Jetzt lebt der Mann aus Flintbek bei Kiel seit 25 Jahren mit dem fremden Herzen und fühlt sich "kerngesund".

Organtransplantationen sind im Norden und auch bundesweit längst kein medizinisches Neuland mehr. Und keine besondere Herausforderung für die Ärztezunft, findet der Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie in Kiel, Jochen Cremer. "Das läuft in vielen Fällen ähnlich wie früher ab und ist von der chirurgischen Technik nicht extrem schwierig", sagt er. Die Patienten müssten danach zwar Medikamente nehmen, hätten oft aber eine sehr gute Lebensqualität. Durch den medizinischen Fortschritt habe auch die Gefahr, dass der Körper das fremde Organ abstoße, deutlich abgenommen, sagt Cremer. Dafür gibt es inzwischen andere Schwierigkeiten: "Wir haben ein erhebliches Problem, Patienten mit Spenderorganen zu versorgen."

Die Zahl der Menschen, die auf ein Organ warten, sei gestiegen, auch weil man die Altersgrenze der potenziellen Empfänger nach oben verschoben habe, auf etwa 65 Jahre. Außerdem gebe es weniger Menschen, die etwa bei Unfällen einen Hirntod erlitten und damit für eine Spende infrage kämen. "Das an sich ist erfreulich", betont er. Auf eine Million Einwohner kamen nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Deutschland im Jahr 2011 statistisch etwa 15 Organspender. Bundesweit warten rund 12.000 Patienten auf ein neues Organ.

Vielen läuft die Zeit davon. "Es gibt auf den Wartelisten eine nennenswerte Sterblichkeit", sagt Cremer. Die Patienten, denen es besonders schlecht geht, würden in der Regel als erste ein neues Organ bekommen. Viele seien so geschwächt, dass dies den Eingriff schwierig mache. Außerdem bleibe das Problem, dass ein Spenderherz innerhalb von drei bis vier Stunden wieder mit Blut versorgt werden müsse. "Da bleibt wenig Zeit", sagt Cremer. Auch aus dem Mangel an Spenderherzen gebe es einen Trend, vermehrt Kunstherzen einzusetzen. "Das sind technische Blutpumpen, die implantiert werden." Aber Patienten könnten mit einem "richtigen" Herzen meist viel länger und besser leben.

In Deutschland darf ein Organ nur mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Spenders oder seiner Angehörigen entnommen werden, im anderen Ländern Europas ist dies oft anders - und die Zahl der Spenderorgane daher deutlich höher. Cremer lobt deshalb die "Entscheidungslösung", die der Bundestag im Frühjahr auf den Weg gebracht hat. Demnach soll künftig jeder Mensch über die Krankenkassen gefragt werden, ob er ein Organ spenden würde. "Das erhöht die Bereitschaft sicher", glaubt auch Günther Schulz, Vorsitzender der Transplantationsbetroffenen in Schleswig-Holstein. Viele Menschen hätten Angst, dass potenzielle Spender von Ärzten im Notfall nicht mehr richtig versorgt werden würden. "Das ist bei uns in Deutschland nicht wahr", sagt Schulz. "Man darf nicht überreden, aber man muss informieren."

Peter Möller ist seiner Spenderin - er weiß, dass es ein Frau war - bis heute dankbar. "Ich hatte schnell das Gefühl, das ist mein Herz, aber ich denke vor allem an meinen Geburtstagen an die Frau", sagt der Rentner. Er geht behutsam mit seiner geschenkten Lebenszeit um. "Ich vermeide Stress, trinke nicht und rauche nicht", sagt er und betont: "Und ich lebe von Tag zu Tag und genieße das, immer wieder aufs Neue."

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Letzte Überarbeitung: 20. Januar 2017

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Tarifvertrag:

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